Schauspiel nach Friedrich Schiller

Ferdinand liebt Luise – glühend und auf die Erfüllung seines individuellen Glücks hoffend. Auch Luise liebt Ferdinand. Überschwänglich, doch weniger naiv. Denn Ferdinand ist der Sohn des Präsidenten von Walther

und somit adelig, Luise jedoch ist „bloß“ die Tochter eines bürgerlichen Musikus’. Was in unserer heutigen

Welt – einhundert Jahre nach der offiziellen Abschaffung des Adels in Deutschland – kein Problem mehr

darstellt, war zu Schillers Zeiten noch eine gelebte Provokation. Mehr als das: Schiller führt in seinem

stürmisch-drängenden Drama exemplarisch vor Augen, wie die Liebe eines jugendlichen Paares in einer Gesellschaft, in der sich das persönliche Gefühl, der Verstand und die Ideale des Humanismus einem absolutistischen System unterordnen müssen, zur unlebbaren Utopie gerät und mit allen Mitteln der höfischen Intrige grausam bekämpft wird. Als einzigen Ausweg sieht Ferdinand nur den Freitod. Was für eine tragische Geschichte!

In den vergangenen Jahren setzte sich Jo Fabian in mehreren Inszenierungen klassischer Stoffe mit Themen auseinander, die sich besonders an ein jugendliches Publikum wenden. Nach einer Inszenierung von Friedrich Schillers KABALE UND LIEBE am Mülheimer Theater an der Ruhr beschäftigt sich Jo Fabian ein weiteres Mal mit

dem berühmten Sturm-und-Drang-Drama.

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